Räuchern zur Reinigung

Das Ritual des Räucherns mit feinen Kräutern, Hölzern und Wurzeln ist für viele Menschen ein Akt der Besinnung, Achtsamkeit und Reinigung.

Im Alltag empfiehlt sich ein Weihrauchbrenner mit Metallnetzchen, auf dem das Räucherwerk sanft verglimmt, bei besonderen Anlässen geht man mit Räucherschale oder Kelch durch die Wohnräume.

Räucherritual zum Reinigen der Energien in Wohn- und Arbeitsräumen

Räucherwerk small sq.jpg

Sie benötigen

  • ZEIT & RUHE

  • Räucherschale – vorzugsweise mit Stiel

  • Räuchersand

  • Kerze

  • Zünder oder Feuerzeug

  • Räucherkohle  

  • Räucherzange

  • Löffel

  • Feder

  • Unterlage (Kork, Holzbrett o.ä.)

  •  Kräuter und Harze, zum Beispiel:

  • Salbei – hat eine starke Reinigungskraft

  • Angelikawurzel – erhellt die Raumschwingung

  • Weihrauch – klärt die Sinne, schafft Reinheit und Focus

  • Wacholder – vertreibt negative Einflüsse

  • Myrrhe –klärt, reinigt und schenkt Ruhe

  • Thymian – reinigt und stärkt die Energie

  • oder Räuchermischung „Reinigung“

Ablauf

Vorbereiten:

Öffnen Sie das Fenster und stellen Sie die Unterlage ins gefühlte „Zentrum“ Ihrer Räume.

Füllen Sie die Räucherschale mindestens zur Hälfte mit Räuchersand. Er ist nötig, um das Gefäß gegen Hitze zu schützen und damit Luft um die Kohle zirkulieren kann. 

Zünden Sie die Kerze an und halten Sie die Kohle mit der Zange so lange in die Flamme, bis kleine Funken sprühen.

Legen Sie dann die Kohle auf den Sand in der Schale.

WICHTIG: Warten Sie so lange, bis die Kohle grau durchgeglüht ist (ca. 15 Minuten).

Nützen Sie diese Zeit, um zur Ruhe zu kommen und sich auf Ihr Anliegen einzustimmen. Sie können auch kleine Zetterl schreiben und diese später mit dem Räucherwerk verbrennen.

Legen Sie dann mit der Zange oder dem Löffel eine kleine Menge Räucherwerk auf die Kohle.

Tipp: Lassen Sie das Räucherwerk nur so lange auf der Kohle, wie es angenehm riecht. Dann entfernen Sie es mit der Zange und legen frisches auf. 

Schließen Sie das Fenster (wenn’s kalt ist, natürlich schon früher).

Nehmen Sie nun die Räucherschale und die Feder und stellen Sie sich „an den Anfang“, d. h. an die Eingangstür.

Selbstreinigung:

Fächeln Sie den Rauch mit der Feder vorsichtig um Ihren Körper.

Worte:

Zentrieren Sie sich und sprechen Sie einige Worte oder ein Gebet, indem Sie z. B. positive Energien wie Klarheit, Harmonie oder Licht einladen, Sie bei der Reinigung zu unterstützen. Oder sagen Sie einfach bewusst: „Alles, was nicht meins ist, kann nicht bleiben ...“

Reinigen:

Gehen Sie mit der Räucherschale langsam durch jedes einzelne Zimmer. Fächeln Sie dabei den Rauch mit der Feder die Wände entlang und in alle Ecken und stellen Sie sich vor, dass sich negative Energien auflösen. Fächeln Sie den Rauch auch über Möbel und Gegenstände. Wenn Sie das Gefühl haben, es ist wo besonders nötig, bleiben Sie dort länger. Sie können das in Stille machen oder dazu sprechen, tönen oder singen.

Beenden:

Gehen Sie zuletzt noch einmal ins „Zentrum“ der Räume und stellen Sie die Räucherschale auf der Unterlage ab. Spüren Sie nach, wie sich Ihre und die Energie des Raumes verändert hat. Führen Sie die Hände zum Herzen und bedanken Sie sich.

Nachbereiten:

Öffnen Sie das Fenster und lassen den Rauch und alles Negative hinaus – die frische Luft und alles Gute, das Ihres ist, herein.

Wenn die Kohle noch raucht, stellen Sie die Räucherschale in den Garten oder auf den Balkon oder geben Sie die Kohle vorsichtig mit einem Löffel in ein Gefäß mit Wasser, um sie auszulöschen.

Setzen Sie sich in Ruhe hin und schreiben Sie auf, was Ihnen in denn Sinn kommt.

PS: Gestalten Sie Ihr ganz persönliches Ritual aus Ihrem Herzen heraus. Sie können nix „falsch“ machen, wenn Sie sich dabei wohl fühlen.

Alle Utensilien und Literatur zum Thema Räuchern gibt es in der Kräuterdrogerie.


RitualeNatalie Opocensky